Bericht über die Geschehnisse im Glasses Department in Nkhotakota Bei meiner Ankunft fand ich das GD in einem tadellosen Zustand vor. Es war sauber, die Werkzeuge gepflegt und aufgeräumt. Beim durchzählen der Arbeitsmaterialien zeigten sich keine Fehlbestände, was nicht unbedingt als selbstverständlich anzusehen, aber für unser Projekt sehr erfreulich ist. Der fachliche Bildungsstand des Mitarbeiters hatte sich in der Zeit meiner Abwesenheit nur gering verschlechtert, das Vergessene wurde jedoch durch das gemeinsame Arbeiten wieder ins Gedächtnis des einheimischen Kollegen gerufen. Die Zahl der Aufträge im Januar war leider sehr gering, was aber durch finanzielle Engpässe der möglichen Kunden durch deren Konsumfreude in der Weihnachtszeit zu erklären ist.
Da kurz nach meiner Ankunft ein Container mit Hilfsgütern ankam sind wir seither damit beschäftigt die mit gesendeten Brillen zu sortieren und diese im PC zu erfassen. Der digitale Scheitelbrechwertmesser funktioniert leider nicht mehr. Jedoch hoffe ich, dass dies an der hohen Luftfeuchtigkeit liegt und er während der Trockenzeit wieder funktioniert.
Die Kundenzahl beläuft sich momentan auf durchschnittlich einen zahlenden Kunden pro Tag. Werbemaßnahmen wurden noch keine eingeleitet, da wir wie oben schon erwähnt mit dem Sortieren noch nicht fertig sind.
Mit Hilfe des HIV/AIDS Koordinators wurde ein Jahresprogramm erstellt, das beim Distrikt eingereicht wird um für unser Projekt staatliche Zuschüsse zu erhalten.
Projects for the glasses department:
- Screening in 21 Secondary Schools
- Screening in 21 Health Centres
- Screening with the PHC program 52x
- Advertising at
- NKK Radio Station
- Spots 90x
- Program between 15 to 30 minutes 12x
- Newspaper 21x
Opening Day 3x ( including dramagroup) Der Matron des Krankenhauses wird das Programm durchkalkulieren und daraufhin weiterleiten. Der Bauplan für das neue Gebäude muss noch einmal neu erstellt werden, da der bereits eingereichte Plan nicht den malawischen Bestimmungen entspricht. Die Anfertigung eines neuen Bauplans wurde bereits in Auftrag gegeben. Weitere Geschehnisse aus dem Glasses Department
Viel ist nicht passiert in den letzten Wochen. Der Bauplan wurde überarbeitet und ist jetzt zurück. Unser Projektvorschlag wurde vom Matron weitergeleitet. Alle Kontainergüter wurden durchsortiert, momentan ergibt sich ein Lagerbestand an Altbrillen von 9660 Stück. Nach Abschluss des Sortierens wurde mit Werbung im lokalen Radiosender begonnen. Von einem Spender aus den USA erhielten wir in zwei Lieferungen 210 Brillen, darunter auch viele neue Billiglesebrillen. Der Spender hat uns aber die Auflage gegeben, die Brillen kostenlos an Bedürftige zu verteilen. Unser Plan ist es, die gleiche Stückzahl an Brillen an wirklich arme Leute aus den Dörfern auszugeben. Das Kriterium "wirklich arm" wird je nach Einzelfall von Pumbwa entschieden, da ich selbst "arm" von "wirklich arm" nicht richtig unterscheiden kann und sich mir gegenüber sowieso jeder als arm ausgibt. In den letzten Monaten hatten wir monatl. zwischen 30 und 40 Kunden. Das Aufregendste in der letzten Zeit war wohl, als am Gründonnerstag zehn Damen eines Chors aus Sambia getestet und mit Brillen versorgt wurden. An diesen Tag hatten wir mehr Einnahmen als im gesamten Januar. Ab Mai wollen wir auf nationaler Ebene in einer Tageszeitung Anzeigen schalten. Ab Mai deshalb, weil dann die Erntezeit beginnt und somit jeder Geld hat und das ausgeben will. Pumbwa brennt darauf, endlich seine Ausbildung in Ghana beginnen zu dürfen. Außerdem wäre meiner Meinung nach eine Gehaltserhöhung von 8500.- auf mindestens 11000.- Kwacha angebracht und auch notwendig. Mir macht die Arbeit hier nach wie vor sehr viel Spaß, zwar ist es manchmal ein bisschen langweilig, weil es doch Tage gibt an denen kein Kunde kommt. Ich hoffe das wird sich nach dem Bau der Werkstatt stark ändern. Meines Meinung nach ist, falls es nicht an Geld fehlt, es möglich das Gebäude Ende des Jahres zu beziehen. |