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Reisetagebuch von Martin Mütsch und seinem Freund Daniel Frisch
Aufenthalt in Nkhotakota vom 09.11.07 – 27.11.07
Freitag 09.11.
Abflug 22.40h von FFM mit Ethiopian Airlines nach Addis Abeba
Samstag 10.11.
7.30h in Addis - 2,5 Stunden Pause - vom Gate aus sieht man ausgebrannte
Flugzeuge neben der Startbahn, Weiterflug nach Lilongwe.

200 Kilometer mit einem Pickup auf der Ladepritsche durchs Land.
Afrika ist superschön und sehr arm.
Ankunft bei Norbert Abeles am Abend. Norbert ist ein 85 jähriger Wiener
der seit über 50 Jahren in Afrika lebt.
Sonntag 11.11.
ausgeschlafen, gegessen und mit dem geliehenen Auto von Norbert Abeles zur
Potterie gefahren. Viel Sonne, toller Strand, toller Kaffee. Ein Tag um richtig in Afrika anzukommen.

Montag 12.11.
Begrüßung im St.Annes Hospital- aktuelle Info über Stand des Projektes-
Ausladen unserer mitgebrachten Kisten (über 700 Rohgläser, Werkzeuge,
Laptop, gebrauchte Brillen, neue Brillenfassungen, Computerersatzteile…)
Gespräch mit Pumba, unserem einheimischen Optiker. Uli unser deutscher
Augenoptiker in Nkhotakota, ist noch bis Donnerstag in Deutschland
(Urlaub)

Dienstag 13.11.
7.30h Breakfast(Flakes und Toast). Vormittag: Absortieren unserer
mitgebrachten Gläser etc.(Optikerraum wegen Operationen nicht
zugänglich)
Gespräch mit Pumba über Augenoptikerschule in Uganda (eine von 3
Augenoptikerschulen in Afrika). Kontrolle einer von Pumba ausgeführten
Refraktion (Augenglasbestimmung) bei einem Kunden mit anschließender
Besprechung.
Nachmittag: Farmprojekt des Krankenhauses zur Erzeugung von
Geflügelfutter angeschaut (im Gamereserve - Elefantengebiet). Am späten
Nachmittag zum Schwimmen mit Fabian Braun (Zivildienstleistender),
Abendessen bei Abeles.

Mittwoch 14.11.
8.15h - Start im St. Annes Hospital, Notebook von Johannes eingerichtet, PC
des Sekretariats repariert, Virenscanner in der Pharmacy neu
konfiguriert und einen der beiden parallel aufgespielten Scanner
deinstalliert. Verrückt: Pumba (Optikerlehrling aus Malawi) hört
deutschen Schlager - findet "drei weise Tauben" total gut. Er summt die
komplette Zeit mit.
2 Kunden im Flur refraktioniert.(Raum immer noch belegt)

Donnerstag 15.11.
Es gibt heute irgendwie nicht viel zu tun, alles etwas
deprimierend(Raum immer noch belegt).Absortieren der mitgebrachten
Brillengläser und Fassungen im Lagerraum. Gespräch mit dem Information
Officer über die Entwicklung des Krankenhauses. Theoretische Schulung
für Pumba (Strahlenverlauf im Auge bei verschiedenen
Fehlsichtigkeiten).
Für unser Auto gibt es weder in Nkhotakota noch in Dwangwa Diesel zu kaufen.
Unsere fürs Wochenende geplante Fahrt zum Nyika Plateau fällt deshalb aus.
Erstes Telefonat nach Deutschland. Uli kommt heute aus Deutschland zurück.
Empfang von Uli. Er ist ganz glücklich wieder in Malawi zu sein.

Freitag 16.11.
Abschiedstanz der Frauen des "Medizinkurses" fotografiert. Diese Frauen
arbeiten als Geburtshelferinnen im Busch und werden in St. Annes
geschult, um die Kindersterblichkeit bei der Entbindung zu minimieren.
Ab dem Mittag war unser Raum wieder zugänglich. Besprechung über
weiteren Ablauf. Vorbereitung für Neuvermessung der Altbrillen ab
Montag. Drei Kundenbrillen fertiggestellt. Abendessen bei Norbert und
dann mit Uli und weiteren Krankenhausmenschen in die VIP Bar.
Es gibt immer noch keinen Diesel, wir haben auch kein fliesendes Wasser mehr in der Dusche und ab und zu fällt der Strom aus.

Samstag 17.11.
heftige Kopfschmerzen vom gestrigen Abend. Mittags sind wir mit dem
Krankenhaus zu einer HIV Kundgebung mit Tanz, Gesang und einem
abschließendem Fußballspiel. Wir haben viel fotografiert und sind abends
früh schlafen gegangen. Die Heimfahrt auf dem kleinen LKW des Krankenhauses
war verdammt eng.
Sonntag 18.11.
Frühstück, schwimmen, Lesen, Abendessen
Montag 19.11.
Frühstück 7:30- Aufspielen unseres neuen Computerprogramms incl.Sicherung
Mit einigen PC Problemen gekämpft. Beginn der neuen Bestandsaufnahme der Altbrillen (insgesamt ca. 20 000).
Abends: Umzug in die Pottery, da die Unterkunft ohne fliesendes Wasser
und mit "extra-viel" Ameisen und Kakerlaken uns ziemlich auf die Nerven
geht.

Dienstag 20.11.
Wir reinigen die Brillen und messen diese neu aus, da einige der
bereits gemessenen Brillen nicht korrekt gemessen sind. Email an Dominic
gesandt, damit wir die Fehler in der Verwaltungssoftware der Brillen in den
Griff bekommen.
Mittwoch 22.11.
Sonnenaufgang fotografiert, Brillen gereinigt, Brillen ausgemessen,
Brillen in PC eingegeben. Vertrag zwischen Verein und Krankenhaus
unterschrieben.
Donnerstag 23.11
Wieder den ganzen Tag Brillen vermessen – mehrere Kunden bedient.

Freitag 24.11. / Samstag 25.11.
3.30h aufgestanden, gepackt, Sonnenaufgang angeschaut. Wir fahren am See
entlang Richtung Nhkata Bay, dann Richtung Rumphi und weiter aufs Plateau.
Wunderschön. Die Erde wird rötlicher. Die Straßen sind teilweise sehr
schlecht, aber es macht Spaß zu fahren. Uli hat einige gute CDs dabei und
wir genießen den Tag. Abends sehen wir erste Antilopen, Zebras und einige
"afrikanische Rehe". Gekocht wird in einem Steinhaus auf einem alten
Holzofen, im Wohnzimmer haben wir einen Kamin, da es doch recht kalt
wird am Abend (2400 m hoch).
Vor dem Frühstück sind wir mit dem Auto unterwegs, wir sehen Zebras,
Warzenschweine, Antilopen. Das Camp hat leider nicht viel zu bieten und
es wirkt alles etwas unorganisiert. Nichtsdestotrotz sind es zwei
schöne Tage.

Sonntag 25.11.
Wir fahren zurück über Mzuzu- Zu allem Elend macht der Toyota Hilux
Jeep des Krankenhauses schlapp, die Batterie ist zusammengebrochen. Trotz
einer neuen Batterie zündet die Maschine nicht. Übernachtung in Mzuzu
Montag 26.11.
Der Toyota Service überbrückt ein Zeitrelais der Zündung, aber der Jeep
läuft trotz der Reparatur nicht wirklich gut - trotzdem Weiterfahrt
möglich - Nachts Ankunft in Nkhotakota - Abendessen im Sungu-Motel, das
schlechteste Essen, was wir bis dato bekamen. Zum Glück haben wir mit
Whiskey nachgespült.
Dienstag 27.11.
Ein normaler Tag. Brillen gereinigt, ausgemessen, Kunden bedient und weiter an den Fehlern der Software getüftelt.

Mittwoch 28.11.
Kunde bedient der extra aus Mosambik für eine neue Brille kam plus weitere
zwei Kunden. Weiter vermessen der Brillen .Beim Abendessen schauen wir dem Mondaufgang über dem See zu, absolut traumhaft.
Donnerstag 29.11.
Gespräch mit Krankenhaus- Management über weiteres Vorgehen bezüglich
unseres geplanten Neubaus. Weiteres Vermessen der Brillen – bisher ca.
1000
Brillen neu vermessen. Zwei Brillen gefertigt

Freitag 30.11.
Normaler Tag, viele Brillen gereinigt und vermessen, PC des Medical Officer repariert.
Abends sind wir zum Hippogulasch (Nilpferd) bei Uli eingeladen, es gibt dazu Gin und Mangos. (Fleisch gut, aber zäh)

Samstag 01.12.
Verabschiedung im Krankenhaus
Sonntag 02.12.
wir waren schwimmen, ausgedehntes Frühstück in der Potterie, leichter Wind,
tolles Wetter.
Montag 03.12.
Flug nach Addis Abeba – Übernachtung in Ethiopien Airlines Hotel
Dienstag 04.12.
Weiterflug nach Frankfurt
Mittwoch 05.12.
Ankunft in Frankfurt um 5.30 Uhr
Gesund – Froh - Zufrieden
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